Mario Dilitz, Regula Kummer, Michele Lamassa, Regula Mathys, Gaby Roter

Animali

21.2.–2.5.

Ausstellung

Diese Ausstellung widmet sich einem in der zeitgenössischen Kunst selten gewordenen Thema: der leidenschaftlichen künstlerischen Auseinandersetzung mit der Tierwelt. Die gezeigten Werke feiern Tiere als faszinierende Geschöpfe, die unser Leben bereichern und als bemerkenswerte Wesen in ihrer ganzen Vielfalt, Schönheit und Ausdruckskraft gewürdigt werden. Die Künstlerinnen und Künstler präsentieren dabei unterschiedlichste Perspektiven: mal als soziale Wesen, mal als symbolische Begleiter, mal als lebendige Wunder in kaleidoskopischer Fülle.

 

Workshop

zur Darstellung von Tieren mit verschiedenen künstlerischen Techniken: Zeichnung, Malerei, Collage, Grundierung und Drucktechnik unter Leitung von Gaby Roter 
(Künstlerin und Workshop-Leiterin im Vitra Design Museum)

Samstag, 28. Februar 2026 | 14–18
 und Sonntag, 1. März 2026 | 10–14

Ihr arbeitet mit farbigen Tinten, Collagen und Malerei auf Holztafeln mit Marmormehl-Grundierung sowie Veredelungen in Gold, Kupfer oder Silber.
 Eine echte chromatische Reise in die Tierwelt – zwischen freiem Gestus, Entdeckung und Experiment.

Kosten: CHF 300.– Material inklusive
Anmeldung: pia@ccaa.ch

Impressionen

Künstler:innen

Regula Kummers auf dem charakteristischen blauen Älplerstoff gemalte Kuhbilder sind ein Resultat ihres intensiven Interesses an dieser Tierart: sie malt wie Kühe sozial interagieren aber auch wie sie als Individuen leben. Da sind Kuh und Kälbchen in zärtlicher Zuwendung, Fellpflege unter Freundinnen, sich  in Gruppen Treffende und da ist  immer wieder die einzelne Kuh. Bildtitel wie „Die Rasselbande“ und Namen wie Klara, Winona und Köbi zeugen von einer Liebe der Künstlerin für die Tiere, die uns Menschen so viel geben.
 
Mario Dilitz gibt seinen Figuren Dinge an die Hand, manchmal sind es sogar Tiere. Zum Beispiel Pferd, Haifisch, Hase und  Bär. Der Bär ist allerdings ein Teddybär und auch sonst sind die Tiere nicht bedrohlich, sondern wohlwollende Begeiter. Selbst der Hai schmiegt sich an den Menschen wie ein Beschützer. Die Figuren lässt der Künstler  dastehen in all ihrer Stärke und Zärtlichkeit, Festigkeit und Zerbrechlichkeit. Und diese Ambivalenz wird durch die Tiere pointiert hervorgehoben.
 
Für Michele Lamassa sind Tiere nicht künstlerisches Beiwerk sondern stehen im Zentrum. Aufgrund seiner speziellen Frescotechnik auf Tuch und des Involvieren von Texten heben sich die Kreaturen beinahe dreidimensional aus dem Bild hervor: ein Wolf in seiner Eindringlichkeit, dennoch vertrauenserweckend, ein Schmetterling in der ganzen Schönheit, dennoch willensstark, eine drachenartige Echse, dennoch friedvoll. Lamassa  feiert die Tiere als bemerkenswerteste Schöpfung.
 
Die Schmetterlings- und Käfersammlungen der Naturmuseen inspirierten Regula Mathys zu ihren Gemälden. Nur sind die Tiere in diesen Bilder fast noch beeindruckender als in der  Natur und so dargestellt, als wären sie lebendig. Die Aufreihung erzeugt ein Muster, welches Kaleisdoskop ähnlich vor unseren Augen tanzt. Die Vielfalt der Schmetterlingsarten fasziniert  – die Tiere zu sehen in ihrer ganzen Fülle auf einer Leinwand gemalt, lässt sie erscheinen wie ein Wunder.
 
Gaby Roter ist eine ausgezeichnete Beobachterin und sie liebt Tiere. In ihren grossformatigen wie auch kleineren Werken schaffen sich Fische, Vögel, Schmetterlinge, Löwen, Affen innerhalb der üppigen Pflanzenwelt ihren Raum. Hervorstechende Elemente wie Feder, Augen, Schnabel werden immer eindringlich, einnehmend, farblich und formal faszinierend dargestellt. Die Bilder sind beseelt mit Kreaturen, die uns umgeben und unser Leben bereichern.