Heidi Izzo zeigt eine Serie meisterhaft gemalter Naturstudien von Iris. Das Motiv der Gartenschere thematisiert die Spannung zwischen Wildheit und Formung, Wachstum und Kontrolle. Sie lässt uns über Verletzlichkeit, Widerstandskraft und die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Natur nachdenken.
Yvonne Lanz untersucht die Kräfte der Natur als Spiegel unserer Verantwortung und unseres gesellschaftlichen Handelns. Ihre keramischen Gärten werden durch verschiedene speziell dafür gefertigte Essenzen ergänzt, deren Duft uns sinnlich erfahren lässt, wie untrennbar wir mit allem verbunden sind, was uns umgibt und wie wir in Beziehung mit Materie treten.
Lea Lenharts Momentaufnahmen verborgenen Welten eröffnen auch den Blick auf kleine Ökosysteme — mit zarten Fortsätzen, leuchtenden Farben und organischen Strukturen. Ihre künstlerische Übersetzung biologischer Vielfalt macht sichtbar, was im Alltag oft übersehen wird: die Komplexität und Schönheit selbst kleinster Lebensformen.
Hiromi Minakos ornamentale Werke basieren auf dem Konzept des „En-gi“ (縁起), das davon ausgeht, dass alle Wesen nur in ihren Beziehungen zu anderen – zu Menschen, Tieren, Natur und Materie – existieren und dass sich das „Selbst“ in einem Geflecht unzähliger unsichtbarer Verbindungen konstituiert.
Marina Sailer sucht in ihren monumentalen Malereien nach neuen Verbindungenzwischen Mensch und Natur und Innenwelt und Aussenwelt. Ihre Bronzeskulptur Frau im Wind zeigt auf poetische leise Weise auf, wie wir als Menschen wieder Teil eines grösseren Ganzen werden können, ohne zu dominieren.
Marlis Spielmanns Cut-outs eröffnen zeitlose Gärten in Anlehnung an die schweizerische Scherenschnitt-Tradition. Blühende Knospen fügen sich zu Mustern zusammen, die plastisch und fast dreidimensional erscheinen. Schmetterlinge tanzen innig zwischen den Pflanzen, die in alle Richtungen streben. Mit feinen Details dekonstruiert sie bewusst traditionelle Klischees, ganz im Geiste mittelalterlicher Groteskenmalerei.
Annelies Štrba ist in dieser Ausstellung natürlich nicht auszuschliessen. Ihre floralen Bildwelten öffnen einen immersiven Raum zwischen Erinnerung, Imagination und Wahrnehmung, wo Farbe und Unschärfe eine eigentümliche Präsenz erhalten.